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Technik: Wie läuft die Installation von Kabel Internet ab?

 
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sschaper
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Anmeldungsdatum: 25.11.2004
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BeitragVerfasst am: 20.08.2005, 00:19    Titel: Technik: Wie läuft die Installation von Kabel Internet ab? Antworten mit Zitat

Dieser Bericht dokumentiert den Ablauf der Installation eines Kabel Internet Anschlusses. Diese Installation wurde bei mir am 17. August 2005 durchgeführt, und der Bericht beschreibt nur diese eine Installation. Andere Voraussetzungen in der bestehenden Hausverteilanlage, andere Kundenwünsche und Änderungen bei der Technik können dafür sorgen, daß bei Ihnen weitere oder andere Arbeiten ausgeführt werden oder bestimmte Schritte entfallen. Dieser Bericht ist daher nur als erläuterndes Beispiel, nicht als feststehende Leistungsbeschreibung zu sehen. Die Beschreibung entspricht meinem (laienhaften) Verständnis der Kabeltechnik; sollten sich Fehler eingeschlichen haben, bin ich für Korrekturhinweise dankbar.

17.08.2005, 17:00 Uhr: Die bestehende Anlage vor dem Umbau. Man erkennt auf der rechten Seite den Hausanschlußkasten für Strom (nicht vom Umbau betroffen). Links davon (oben) ist der Telekom-Hausübergabepunkt (nicht vom Umbau betroffen). Darunter befindet sich der Hausübergabepunkt von Kabel BW. Links davon befindet sich der TV-Verstärker, darunter eine Erdungsschiene, die zur Erdung der einzelnen Leitungen benutzt wird, sowie ein Verteiler, in dem das Ausgangssignal des Verstärkers auf die verschiedenen "Stränge" im Haus aufgeteilt wird. Bei mir führt ein Strang ins Büro (1 Antennendose), einer in den Hobbyraum (1 Antennendose) und einer ist für das restliche Haus zuständig, wo aufgrund der baulichen Gegebenheiten weitere 5 Antennendosen an einer langen Leitung hängen. Links neben dem Verstärker gibt es eine 230V-Steckdose zur Versorgung desselben.


Ein geöffneter Hausübergabepunkt. Erkennbar sind die Buchsen, über die Meßgeräte angeschlossen werden können. Der Hausübergabepunkt enthält auch zu- und abschaltbare Filter - mit diesen kommt der Kunde aber nicht direkt in Berührung.


Zunächst wird der Signalpegel direkt am Hausübergabepunkt gemessen. Dieser muß bestimmte Grenzwerte einhalten.


Anzeige des Meßgerätes. Wichtig ist, daß der erste und der dritte Wert (Signalpegel in dB im unteren bzw. oberen Frequenzbereich) sich nicht zu sehr unterscheiden.


Das "Kabel BW Referenzmodem" wird direkt am Hausübergabepunkt angeschlossen und einem ersten Test unterzogen. Dabei zeigt sich, ob das Modem den Downstream empfängt und ob es einen Upstream zur Kopfstelle senden kann. In meinem Fall buchte sich das Modem zunächst nicht ein, da der Upstream nicht freigeschaltet war. Ein Anruf des Technikers bei Kabel BW brachte innerhalb von ein paar Minuten die Freischaltung des Anschlusses.


Das Kabelmodem hat sich erfolgreich ins Netz der Kabel BW eingebucht. Ab diesem Zeitpunkt könnte man prinzipiell den Anschluß nutzen.


Mit einer speziellen Software werden technische Daten (u.A. Signal-Rausch-Abstand und Pegelwerte für Up- und Downstream, aber auch MAC-Adressen usw.) des Referenzmodems ausgelesen und gespeichert. Dieser Schritt wird am Ende mit dem Kundenmodem am fertig umgestellten Anschluß wiederholt. Die Daten werden an Kabel BW gesendet, wo damit die endgültige Freischaltung (zunächst laufen alle neuen Anschlüsse mit einer Standardgeschwindigkeit (512k)) eingerichtet wird.


Der neue Verstärker wird gesetzt. Normalerweise ersetzt er den alten Verstärker, wo vorhanden. In meinem Fall war der alte Verstärker für den Rest des Hausnetzes weiterhin notwendig, weil der lange Strang mit den 5 Antennendosen eine größere Verstärkung brauchte als der neue Verstärker liefern kann.


Der neue Verstärker in offener Form.


Setzen der weiteren benötigten Bauteile. Links erkennt man die alte Erdungsschiene sowie den Verteiler, rechts daneben oben ein Abzweiger, darunter ein Erdungsblock. Am neuen Verstärker wird an den Eingang ein galvanisches Trennglied geschaltet (im Bild blau).


Die Anlage ist fertig umgebaut. An einem Ausgang des Abzweigers (links oben) hängt über einen zwischengeschalteten Rückkanal-Sperrfilter das bisherige Hausnetz ohne weitere Änderung. Am zweiten Ausgang (unten) führt das Kabel (mit dem Kringel) zunächst auf den Erdungsblock, dort wird gerade die Leitung für die Multimediadose vorbereitet. In meinem Fall wurde die Multimediadose im gleichen Raum auf einer anderen Wand neu gesetzt. Es ist meistens aber auch der Austausch bestehender Antennendosen möglich.


Die komplett fertige Installation. Das Kabel zur Multimediadose ist angeschlossen, alle Geräte wurden vorschriftsmäßig geerdet, für den neuen Verstärker wurde eine zweite Steckdose installiert. Die Verstärker werden nun noch eingepegelt, so daß sowohl an der Multimediadose als auch an den bestehenden Antennendosen ein gutes Signal anliegt.


Die Multimediadose wird angeschlossen. Gut zu erkennen sind die beiden gewohnten Anschlüsse für TV und Radio, sowie der dritte Anschluß (unten) für das Kabelmodem. Die Multimediadose ist in meinem Fall die letzte an ihrer Leitung, weswegen sie (statt eines "ausgehenden" Kabels) einen Abschlußwiderstand verpaßt bekommen hat. Da die Multimediadose in diesem Fall im Keller ohne vorhandene Leerdose installiert wird, kommt ein Aufputzrahmen zur Verwendung.


Die Multimediadose wird im Rahmen fixiert und mit einer Abdeckplatte versehen. Zu erkennen ist auch der alte Telekom-Anschluß darunter.


Auch hier wird der korrekte Pegel überprüft und der Verstärker ggfs. nachgeregelt.


Test des Kundenmodems an der fertigen Anlage. Auch hier werden wieder die technischen Daten ausgelesen und an Kabel BW übermittelt. Dies kann jetzt schon per Mail über den neuen Anschluß geschehen... Winken Die Verkabelung unter dem Notebook gehört übrigens nicht zur Kabel BW-Anlage...


Die erste Internetseite wird über den neuen Anschluß abgerufen. Der Zeitpunkt: 17.08.2005, 20:35 Uhr


Für zukünftige Monteure werden entsprechende Hinweisschilder angebracht.


Vielen Dank an Herrn Zitzmann von der Fa. Lux-IT, Brühl für seine Mitarbeit und die geduldigen Erklärungen bei der Dokumentation dieser Umstellung!

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sschaper
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BeitragVerfasst am: 31.08.2005, 11:22    Titel: Nachtrag: Weiterer Ablauf Antworten mit Zitat

Nachdem der Techniker die Modemdaten sowie die Meßwerte an Kabel BW übermittelt hat, laufen dort folgende Schritte ab (im Normalfall vollautomatisch, noch während der Techniker im Haus ist):
  • Die Daten werden in der Kabel BW Datenbank eingepflegt
  • Der Anschluß wird endgültig freigeschaltet. Bis dahin läuft der Anschluß mit einer Standardgeschwindigkeit von 512kbit/s und Telefonie läuft noch nicht (erkennbar daran, daß die Leuchten TEL1 und TEL2 am Modem abwechselnd blinken). Nach der Freischaltung läuft der Anschluß mit der bestellten Geschwindigkeit und die Telefonleitungen sind geschaltet (zunächst nur innerhalb des Kabel BW Netzes). TEL1 und TEL2 leuchten dauerhaft und es kann mit einem angeschlossenen Telefon telefoniert werden (zur Portierung siehe Ablauf der Portierung).

Im Lauf der folgenden Tage werden folgende Schritte veranlaßt:

  • Der Versand der mit dem Internetanschluß bestellten Hardware wie z.B. WLAN-Router wird veranlaßt.
  • Der Kunde erhält ein Willkommensschreiben mit einer Beschreibung des weiteren Ablaufs.
  • Der Portierungsauftrag wird an den alten Netzbetreiber erteilt. Ablauf der Portierung

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Zuletzt bearbeitet von sschaper am 03.03.2006, 01:13, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 21.09.2005, 03:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo schöne grüße aus dem Saarland Smilie unsere gemeinde bekommt auch bald Kabel Internet! Sehr schön deine Präsentation bekommt man mal einen Überblick wat da abgeht ^^. Aber wenn ich meinen HÜP vergleiche mit deinem sieht meiner aus als wär der aus dem 2.Weltkrieg ^^ hoff es geht alles klar bei mir Smilie

unsere Initiative hat auch ne schönes Forum www.dsl-fuer-schwalbach.de/forum

mfg
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swen-mit-w
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BeitragVerfasst am: 21.09.2005, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Mir fällt gerade auf, dass der rote "HSI-Aufkleber" bei uns nicht angebracht wurde...
Ist wohl auch nicht so wichtig, da außer uns niemand Zugang zum Übergabepunkt im Haus hat.
Oder ist der Aufkleber evtl. sogar vorgeschrieben?
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Tschoe mit ö

sWen
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sschaper
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Anmeldungsdatum: 25.11.2004
Beiträge: 2399
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BeitragVerfasst am: 21.09.2005, 09:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Swen,

ich glaube nicht, daß das vorgeschrieben ist, und in Eurem Fall wohl auch nicht wirklich wichtig. Wenn jemand an der Anlage herumschrauben will, kommt er ja eh nicht unserem Forumsprofi vorbei... Mr. Green

Viele Grüße,

Sebastian
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swen-mit-w
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Anmeldungsdatum: 12.05.2005
Beiträge: 176
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BeitragVerfasst am: 21.09.2005, 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Das hatte ich schon vermutet.
Richtig, ohne meine Genehmigung kommt hier keiner rein! Mr. Green
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t00i
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BeitragVerfasst am: 30.09.2005, 03:51    Titel: Antworten mit Zitat

swen-mit-w hat Folgendes geschrieben:
Mir fällt gerade auf, dass der rote "HSI-Aufkleber" bei uns nicht angebracht wurde...
Ist wohl auch nicht so wichtig, da außer uns niemand Zugang zum Übergabepunkt im Haus hat.
Oder ist der Aufkleber evtl. sogar vorgeschrieben?

mich hat der nette "inschtallatoer" gefragt, ob ich den kleber haben will oder nicht.
er meinte, sieht doch haesslich aus und man erkennt auf den ersten blick, dass da internet am laufen ist.

hab dann auch gemeint, brauch ich nicht.
meine vermieter danken es mir bestimmt, nix schillernd rotes in der waschkueche zu haben.

gruss,
thomas
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hcwuschel
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 02.03.2006, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mir ist da dieses Antennenpegelmeßgerät aufgefallen http://www.buergernetz-balzfeld.de/pics/forum/installation/dsc05020.jpg. Gehört das Euch oder hat das der Installateur mitgebracht? Ich suche sowas in der Art schon lange für den privaten Eigenbedarf. "Richtige" Pegelmeßgeräte, wie sie der Radio- und Fernsehtechniker üblicherweise anschleppt (solche Koffer mit eingebautem Bildschirm), sind nämlich für mich um Größenordnungen zu teuer. Wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet (Fabrikat), wäre das toll.

mit freundlichen Grüßen
hcwuschel
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sschaper
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Anmeldungsdatum: 25.11.2004
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BeitragVerfasst am: 03.03.2006, 00:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

die Gerätebezeichnung habe ich bei Lux IT angefragt. Das Gerät gehört dem Techniker, nicht dem Bürgernetz (schön wär's Winken ).

Viele Grüße,

Sebastian
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